Bundeswaldprämie 2 ist da …

Zuwendung zu einem klimaangepassten Waldmanagement.

Seit dem 11.11.2022 ist die Richtlinie für die Zuwendung zu einem klimaangepassten Waldmanagement veröffentlicht und seit dem 12.11.2022 kann die Förderung beantragt werden.

Alle Informationen zu der Förderung und der Antragsstellung finden sie unter www.klimaanpassung-wald.de. Die Richtlinie selber finden sie in den Veröffentlichungen des Bundesanzeigers.

Bitte beachten sie, dass die WBV entgegen der ersten Bundeswaldprämie nicht für die Antragsstellung oder die Bereitstellung von Unterlagen verantwortlich ist. Den Antrag müssen sie bei der FNR stellen, die auch für Fragen rund um die Förderung und die Antragsstellung zuständig sind.

Wenn sie den Antrag gestellt haben helfen wir ihnen gerne mit der Beantragung des PEFC Fördermoduls und der Anpassung ihrer Wälder an die Richtlinie weiter.

Holzmarkt

Die Preise sind aufgrund des starken Borkenkäferholzaufkommens erneut zurück gegangen.

Der Preis für Fichten-Frischholz im Sortiment 2b+ liegt bei 90€/fm. Wir bitten Sie aber, kein frisches Holz mehr zu schlagen sondern nur vom Borkenkäfer befallenes Holz. Dieses wird mit 70€/fm im Sortiment 2b+ bezahlt.

Melden Sie Ihre Holzmengen bitte rechtzeitig bei uns an!

Die Abnahme von Laubholz erfolgt, sofern nichts anderes vereinbart, erst wieder im Herbst/Winter 2022/23.

Sollten Sie Holz verkaufen wollen, informieren Sie sich über unsere Newsletter, Rundschreiben, Website, oder fragen Sie Ihren Waldwart.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich am Telefon.

Massives Comeback des Borkenkäfers

In den letzten zwei Monaten hat es so gut wie nicht geregnet. In den Nachrichten wird täglich von großen Waldbränden berichtet und auch bei uns geht das pflanzenverfügbare Wasser zur Neige.

Der Stress für die Pflanzen steigt massiv an und die Anfälligkeit für Schädlinge nimmt zu. Nachdem wir sehr ruhig in das Jahr gestartet sind und die guten Holzpreise den Holzmarkt belebt haben, stellt sich in den letzten Wochen ein anderes Bild da. Der Buchdrucker (Borkenkäfer) frisst sich in einem atemberaubenden Tempo durch den Wald und hinterlässt Schadholzflächen mit bis zu 200m³ Holz. Gleichzeitig stockt die Abfuhr des Holzes da viele Sägewerke Betriebsurlaub haben und eine Einfuhrsperre oder Reduzierung verhängt haben. Auch der Absatzmarkt von Schnittholz und Rundholz stagniert, was sich negativ auf den Preis auswirkt.

Deswegen unsere Bitte, melden Sie Ihr Holz rechtzeitig an, fahren Sie es auf einen sicheren Lagerplatz wo es auch länger liegen bleiben kann und erkundigen Sie sich über die passende Aushaltung der Sortimente. Wir bemühen uns aktuell neue Absatzmärkte zu erschließen, brauchen dafür aber bestimmte Maße und Mengen!

Sollten Sie Interesse an der Staatlichen Förderung zur Insektizidfreien Bekämpfung von Borkenkäfer haben, fahren Sie Ihr Holz auf die WBV-Sammellagerplätze, senden Sie die Beteiligtenerklärung Schadholz (Service-Formulare) an uns und wir werden Ihre Mengen dem Sammelantrag zurechnen.

Wir drücken Ihnen allen die Daumen, dass wir bald etwas Regen bekommen und den Käfer erfolgreich bekämpfen können.

Starker Rüsselkäferbefall

In den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass der Rüsselkäfer dieses Jahr in den Nadelholzkulturen wieder sehr aktiv ist, weshalb wir Sie im Folgenden über das Problem informieren möchten.

Lebensweise

Der große braune Rüsselkäfer legt seine Eier in den Stöcken ab, dort entwickeln sich die Larven in ein bis zwei Jahren zum Käfer. Die Stöcke sind bis etwa drei Jahre nach dem Hieb bruttauglich. Erwachsene Tiere fressen am Stamm junger Nadelhölzer und können so Kulturen in den ersten fünf Jahren stark gefährden. Vor allem Flächen in der Nähe von Kahlschlägen sind stark betroffen.

Schwerpunkte der Fraßzeit der Käfer sind ab April bis Juni und im August/September.

Rüsselkäfer mit sichtbarem Pockennarbenfraß an der Pflanze

Schutz und Behandlung

Bevor man zu chemischen Pflanzenschutzmitteln greift, ist es möglich die Käfer mittels Fangrinden oder Fangknüppeln anzulocken und regelmäßig von diesen oder direkt von den Bäumchen abzusammeln.

Für die Behandlung der Fläche mit Pflanzenschutzmitteln ist nach der PEFC-Richtlinie die Bestätigung der Sinnhaftigkeit von einer fachlich qualifizierten Person notwendig. Dies können die Förster des AELF, oder die Förster der WBV sein. Für die Ausbringung und den Erwerb des Insektizids ist der Sachkundenachweis Pflanzenschutz notwendig.