Schließung der Geschäftsstelle an den Brückentagen

Am 27.05.2022 und am 17.06.2022 schließen wir unsere Geschäftsstelle aufgrund der Brückentage. Besuche, Anrufe und das Abholen von Waren sind somit nicht möglich.

Wir bitten Sie um Verständnis und wünschen Ihnen schöne Feiertage!

Ihr WBV-Team

Starker Rüsselkäferbefall

In den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass der Rüsselkäfer dieses Jahr in den Nadelholzkulturen wieder sehr aktiv ist, weshalb wir Sie im Folgenden über das Problem informieren möchten.

Lebensweise

Der große braune Rüsselkäfer legt seine Eier in den Stöcken ab, dort entwickeln sich die Larven in ein bis zwei Jahren zum Käfer. Die Stöcke sind bis etwa drei Jahre nach dem Hieb bruttauglich. Erwachsene Tiere fressen am Stamm junger Nadelhölzer und können so Kulturen in den ersten fünf Jahren stark gefährden. Vor allem Flächen in der Nähe von Kahlschlägen sind stark betroffen.

Schwerpunkte der Fraßzeit der Käfer sind ab April bis Juni und im August/September.

Rüsselkäfer mit sichtbarem Pockennarbenfraß an der Pflanze

Schutz und Behandlung

Bevor man zu chemischen Pflanzenschutzmitteln greift, ist es möglich die Käfer mittels Fangrinden oder Fangknüppeln anzulocken und regelmäßig von diesen oder direkt von den Bäumchen abzusammeln.

Für die Behandlung der Fläche mit Pflanzenschutzmitteln ist nach der PEFC-Richtlinie die Bestätigung der Sinnhaftigkeit von einer fachlich qualifizierten Person notwendig. Dies können die Förster des AELF, oder die Förster der WBV sein. Für die Ausbringung und den Erwerb des Insektizids ist der Sachkundenachweis Pflanzenschutz notwendig.

Der Borkenkäfer fliegt wieder!

Die feuchte Witterung und die lange noch kalten Nächte haben dafür gesorgt, dass die Aktivität des Borkenkäfers bei uns bis Anfang Mai kaum begonnen hat.
Inzwischen hat sich mit den anhaltend warmen Temperaturen die Lage geändert. Der Schwärmflug startet momentan und das sehr intensiv.
Die LWF empfiehlt in den nächsten zwei Wochen eine verstärkte Bohrmehlsuche, um die frisch einbohrenden Käfer sofort zu finden und dann zügig das Holz aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen.

Vegetationsgutachten

Das Vegetationsgutachten

Das Vegetationsgutachten – oder auch gerne Verbissgutachten genannt – wird, genau wie der Abschussplan für das Rehwild, alle 3 Jahre erstellt. Es stellt die Ergebnisse einer Hegegemeinschaft dar. Eine Hegegemeinschaft ist ein Zusammenschluss aus mehreren Jagdrevieren. Hierbei wird die Verbissbelastung an den jungen Bäumchen aufgenommen und festgestellt, ob der Verbiss günstig, tragbar, zu hoch oder deutlich zu hoch ist. Je nachdem was festgelegt wurde, muss der Abschuss beibehalten oder erhöht werden.

Der Abschussplan

Für Rehwild wird der Abschussplan alle 3 Jahre an der Unteren Jagdbehörde festgelegt. Darin wird bestimmt wie viel Wild geschossen werden darf und muss. Grundlage für die Anzahl der zu schießenden Stücke, ist der Zustand der Waldverjüngung, also das Vegetationsgutachten. Bei der Festlegung der Abschusshöhe muss zuerst der Revierinhaber (also der Jäger) einen Vorschlag machen, der die Zustimmung des Jagdvorstandes braucht. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wurde, wird der Abschussplan von der Unteren Jagdbehörde abschließend geprüft und festgesetzt.

Aktuelle Situation im Vereinsgebiet

  • Niederbayern: Landkreis Kelheim
    • Hegering 193 Teugn: Verbiss tragbar / Abschuss beibehalten
    • Hegering 194 Rohr i. NB: Verbiss tragbar / Abschuss beibehalten
  • Niederbayern: Landkreis Landshut
    • Hegering 210 Rottenburg 20: Verbiss zu hoch / Abschuss erhöhen
    • Hegering 211 Rottenburg 21: Verbiss zu hoch / Abschuss erhöhen
    • Hegering 212 Rottenburg 22: Verbiss zu hoch / Abschuss erhöhen
    • Hegering 213 Rottenburg 23: Verbiss zu hoch / Abschuss erhöhen
  • Niederbayern: Landkreis Straubing-Bogen
    • Hegering 282 Geiselhöring: Verbiss zu hoch / Abschuss deutlich erhöhen
    • Hegering 283 Laberweinting: Verbiss zu hoch / Abschuss erhöhen
    • Hegering 284 Mallersdorf: Verbiss zu hoch / Abschuss erhöhen
  • Oberpfalz: Landkreis Regensburg
    • Hegering 366 Schierling: Verbiss zu hoch / Abschuss erhöhen

Holzmarkt

Der gute Preis von 120,-€/fm 2b+ für Fichten Fixlängen vom April, wird bis Ende Juni verlängert. Die Preise für die Kiefer blieben auf dem Winter-Niveau bei 50,- bis 80,-€.


Sollten Sie Holz verkaufen wollen informieren Sie sich über unsere Newsletter, Rundschreiben, Website oder fragen sie ihren Waldwart. Gerne breaten wir Sie auch persöhnlich telefonisch.

Personalzuwachs in der WBV-Familie

Sehr geehrte Mitglieder des WBV Schierling,

als neue Mitarbeiterin möchte ich mich im Folgenden kurz vorstellen.

Mein Name ist Bianca Zagler, ich bin 24 Jahre alt und komme aus dem Raum Pförring. Mein Interesse am forstlichen Beruf entdeckte ich bei einem Praktikum am AELF Ingolstadt mit 15 Jahren. Deshalb habe ich nach meinem Abitur acht Semester an der Hochschule Weihenstephan Forstingenieurwesen studiert. Anschließend absolvierte ich den Forstlichen Vorbereitungsdienst an der Forstschule in Lohr am Main.

Seit Februar bin ich nun in der WBV tätig und löse ab März den Waldwart Johann Lorenzer ab. Dann bin ich als Waldwartin zuständig für die Orte Pfeffenhausen, Schmatzhausen, Hohenthann, Rottenburg, Inkofen, Oberhatzkofen, Steinbach, Oberroning, Gebersdorf und Hebramsdorf. Ich will Sie bei Ihren Fragen rund um den Wald bestmöglich beraten und unterstützen.

Zu erreichen bin ich wochentags von 7.30 bis 16 Uhr unter der 0170 4429968.

Des weiteren übernehme ich die Warenausgabe, die montags und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr an der WBV-Zentrale von mir betreut wird.

Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und stehe Ihnen gerne jederzeit für Fragen zur Verfügung!

Bianca Zagler WBV Försterin